Die Leistungsfähigkeit eines Kindes - und dazu gehören auch Schulprobleme- haften ihm nicht als unveränderliche Persönlichkeitsmerkmale an, sondern wird neben genetischen Merkmalen durch seine sozialen Beziehungen bestimmt.
Insbesondere drei Gruppen haben einen großen Einfluss:
−    die Herkunftsfamilie, Eltern, aber auch Geschwister oder sonstige Mitglieder der Gemeinschaft
−    die Schulklasse einschließlich Lehrern und
−    die Gruppe der gleichaltrigen Freunde (Peergroup)
Von diesen Gruppen hängt in hohem Maße ab, ob ein Kind seine Begabungen in Schulerfolg um münzen kann oder nicht.

Alle Menschen verhalten sich so, dass sie ein selbst erfundenes Ziel möglichst gut erreichen. Sehr hilfreich ist in diesem Zusammenhang für Eltern, dass praktisch in jedem Kind ursprünglich der Wunsch nach einer guten Beziehung zu seinen Eltern als hohes Ziel angelegt ist. Seine Eigensteuerung, nämlich dieses Ziel zu erreichen, führt es also dazu, die Signale seiner Eltern genau zu beachten.
Die  Eltern beeinflussen ihre Kinder also  durch die eigenen Verhaltensweisen und Signale. Diese werden zwar gelegentlich auch bewusst eingesetzt, (z.B. ausdrückliches Loben für einen bestimmten Erfolg) sind aber sehr oft auch unbewusst (z.B. Nichtreaktion auf eine – scheinbar selbstverständliche – Anstrengung). Eine meiner wesentlichen Aufgaben sehe ich darin, Eltern ihre unbewussten Signale und deren Wirkung unter Anderem mit Hilfe des Mediums Video zu zeigen, um ihnen zu ermöglichen, den gewünschten Einfluss zu nehmen. Durch verhaltenstherapeutische Maßnahmen wird dieses neue Verhalten trainiert.
Wenn sich die Eltern nun ihrer Signale bewusst sind, können sie damit weitere wichtige Ziele im Kind aufbauen, die es dann selbstständig mit Hilfe seiner Eigensteuerung verfolgt, so gut es ihm möglich ist.

Meine Ansätze des Lerntrainings
−    IntraActPlus (Jansen/Streit)
−    Planungs- und Strukturhilfen für Regelmäßigkeit und systematisches Arbeiten
−    Aktivierungsübungen
−    Entspannungsübungen

IntraActPlus ist der umfassenste Ansatz, der die oben dargestellten systemischen Beziehungen und die damit geformten Ziele berücksichtigt und dann Lernmethoden aus den neusten Erkenntnissen der Hirnforschung nutzt.
Auch hier wird mit Hilfe der Videotechnik unbewusstes Verhalten aufgedeckt und damit  konstruktives Verhalten gefördert. IntraActPlus verbindet das „Lernen-Wollen“ mit der Fähigkeit, erfolgreich zu lernen und bezieht gleichzeitig den eigenen Erfolg und die Teamfähigkeit ein.
Das Konzept ist besonders wichtig für Kinder mit einzelnen oder mehreren Schwächen wie Lese-/ Rechtschreibschwäche, Dyskalkulie und Aufmerksamkeitsstörungen. Es fördert aber gleichermaßen alle anderen Kinder.

Planungs- und Strukturhilfen vereinfachen für alle Kinder den Tagesablauf, insbesondere die Hausaufgaben und die kontinuierliche Vorbereitung auf Testphasen wie Klassenarbeiten. Vor allem Kinder mit Aufmerksamkeitsschwächen und unruhige Kinder profitieren von routinemäßigen Abläufen.

Aktivierungsübungen dienen vor allem hypoaktiven, also sehr ruhigen Kindern dazu, sich in wenigen Minuten auf schwierige Aufgaben, z.B. Hausarbeiten vorzubereiten.

Entspannungsübungen helfen vor allem unruhigen Kindern, die notwendige Konzentration und Impulssteuerung für größere Herausforderungen, z.B. Prüfungen zu finden.

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